Q-Farm-Hub und Data Analytics Institute bündeln Kräfte zur Nutzung land- und forstwirtschaftlicher Daten für mehr Resilienz, Transparenz und Wirtschaftlichkeit. Dazu werden getrennt bestehende Datensilos im Agrarsektor miteinander verknüpft und so ein europäischer Datenraum für Agrardaten geschaffen.
Bonn, 2. Juni 2025 ÔÇô Daten, Daten, Daten ÔÇô sie entstehen auch fortlaufend in der Landwirtschaft. Sogenannte Agrardaten k├Ânnen konkret dabei helfen, Risiken zu minimieren, Wertsch├Âpfung zu steigern und den gesellschaftlichen Nutzen zu erh├Âhen. Zwei Partner, die sich dieser Aufgabe verschrieben haben, b├╝ndeln ab sofort ihre Kr├ñfte. Der Q-Farm-Hub der EQA und das Data Analytics Institute (dai) mit Sitz im Digital Hub agieren k├╝nftig gemeinsam vom Standort Bonn aus, um land- und forstwirtschaftliche Betriebe datenbasiert zu st├ñrken.
Der Q-Farm-Hub ÔÇô die neue Daten- und Informationsdrehscheibe f├╝r die Agrarwirtschaft
Initiiert von der Education and Qualification Alliance SCE (EQASce), ist der Q-Farm-Hub Europas erster webbasierten Agrar-Cloud-Hub. Ziel ist es, Daten aus der Landwirtschaft (sog. Agrardaten) als Verm├Âgenswert zu erfassen, aufzubereiten und weiterzugeben. Nutzer der Agrardaten sind die Landwirt:innen, Marktpartner, Dienstleister und ├Âffentliche Stellen. Der Hub erf├╝llt dabei auch eine neue Funktion im Sinne des Onlinezugangsgesetzes (OZG), indem er standardisierte digitale Schnittstellen zur Kommunikation mit Veterin├ñr-, Gesundheits- und Umwelt├ñmtern sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen etabliert.
Das Data Analytics Institute ÔÇô Daten zur Wertsch├Âpfung bringen
Das Data Analytics Institute (dai) bietet ein breites Spektrum datenwissenschaftlicher und interdisziplin├ñrer Expertise: Von der rechtlichen Einordnung der Daten ├╝ber die Modellierung und Analyse bis zur auf den Punkt gebrachten Informationsbereitstellung. Ziel des Instituts ist es, Daten in greifbaren Mehrwert zu transformieren ÔÇô und dabei auch organisations├╝bergreifende Kooperationen zu erm├Âglichen. Im Fokus steht dabei stets: Wissen generieren, Entscheidungen fundieren, Wirkung entfalten. Und das gilt selbstverst├ñndlich auch f├╝r Agrardaten.
Maul- und Klauenseuche zeigt Handlungsbedarf: Agrardaten als Fr├╝hwarnsystem
Ein aktuelles Beispiel f├╝r die Notwendigkeit intelligenter Datenl├Âsungen ist der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) im Januar 2025 in Brandenburg. Die unmittelbaren Auswirkungen auf Fleisch- und Milchlieferketten waren gravierend. EU-Hilfen in H├Âhe von 15 Millionen Euro sollen jetzt nach Deutschland, Tschechien und Slowenien flie├ƒen. Doch der wirtschaftliche Schaden f├╝r die Betriebe bleibt.
ÔÇ×Ein schnellerer, transparenterer und zielgerichteter Daten- und Informationsfluss kann bei zuk├╝nftigen Krisen Sch├ñden deutlich minimierenÔÇ£, betont Prof. Dr. Brigitte Petersen, Vorstandsvorsitzende der EQASce. Daf├╝r brauche es klare Regeln: ÔÇ×Welche Daten sind relevant, welche Betriebe und Lieferketten sind wie und vor allem wo betroffen ÔÇô und in welcher Form gelangen die Informationen effizient zu den zust├ñndigen Akteuren?ÔÇ£ erg├ñnzt Michael Herter, CEO des Data Analytics Institute. Die Herausforderung liegt darin, diese Daten so zu strukturieren und bereitzustellen, dass sie grunds├ñtzlich, vor allem aber im Krisenfall sofort handlungsleitend sind.
Gemeinsam f├╝r eine resiliente und datengetriebene Landwirtschaft
Der Schulterschluss von EQASce und dai zeigt: Datenr├ñume im Agrarsektor k├Ânnen konkrete wirtschaftliche und gesellschaftliche Mehrwerte schaffen ÔÇô wenn sie sinnvoll gestaltet, standardisiert und strategisch genutzt werden. Die Kooperation in Bonn ist ein klares Signal: Die Datenzukunft der Landwirtschaft ist digital, vernetzt ÔÇô und resilient.
Kontakt:
Data Analytics Institute (dai)
Digital Hub Bonn
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