F├╝r alle, die Adressen pr├ñzise lokalisieren oder anonymisieren wollen, ist es wie Weihnachten: Deutschlands erster Open Geocoder erscheint noch im Dezember. Er beinhaltet alle rund 23 Mio. amtlichen Adressen mit allen verf├╝gbaren Raumstrukturen als TWIN-Datenmodell. So k├Ânnen beliebige Nachbarschaften durch r├ñumliche Aggregation gebildet werden. Der Open Geocoder ist Teil des Spatial Aggregation Framework for Data Privacy (SAFeDY).
Geschafft: Open Data aller Länder als Basis
Das data analytics institute (dai) arbeitet seit Wochen intensiv an einer L├Âsung, die Deutschland im Bereich der Nutzung von Geodaten und dem datenschutzkonformen Umgang mit Adressen einen deutlichen Push geben soll:
- Eine Open Source Software, die auf Open Data zugreift.
- Eine L├Âsung, die sich jede Institution kostenlos installieren kann und
- die lokal und sicher im eigenen Netz Adressen so verarbeitet, dass
- pr├ñzise Koordinaten ermittelt werden k├Ânnen und/oder
- beliebig r├ñumlich aggregiert werden k├Ânnen
- zur Anonymisierung oder
- zur Berechnung gebietsbezogener Kennziffern
Das alles beinhaltet der neue Open Geocoder. Grundlage und Datenbasis dafür bildet erstmals ein homogener, komplett auf Open Data der Länder basierender Datensatz.
Alle Adressen, alle Siedlungsbl├Âcke, Flurst├╝cke und Gemarkungen
Das Dateninstitut dai hat erstmals alle rund 23 Mio. Adressen aus unterschiedlichen Open Data Quellen der 16 Bundesl├ñnder zusammengetragen. Dazu geh├Âren auch alle Siedlungsbl├Âcke, die die wesentliche Planungsebene f├╝r die kommunale W├ñrmewende darstellen. Der Datensatz beinhaltet auch alle amtlichen Gemarkungen (Orts- und Stadtteile) und alle verf├╝gbaren Flurst├╝cke. Letztere allerdings ohne Bayern. Hier schert der Freistaat immer noch aus. Der Datensatz folgt dem TWIN-Datenmodell und ist ebenfalls offen.
Damit stellt der Open Geocoder einen wesentlichen Bestandteildes Spatial Aggregation Framework for Data Privacy (SAFeDY) dar. SAFeDY dient der r├ñumlichen Aggregation von Daten unter Wahrung des Datenschutzes. Der Open Geocoder ist ein Werkzeug innerhalb dieses Frameworks, das Adressen, Koordinaten oder r├ñumliche Referenzen datenschutzkonform verarbeiten l├ñsst – in diesem Fall ├╝ber Generalisierung oder Clustering. Oberstes Ziel ist: Pr├ñzise, aber nicht identifizierbare Geodatenverarbeitung ÔÇô also die Balance zwischen r├ñumlicher Genauigkeit und Privatsph├ñre.
Jetzt schon Version sichern!
Das Dateninstitut ist weiter im Aufbau und so gibt es viel zu tun. Die erste Version des Open Geocoders wird noch von uns mit begleitet. Danach steht die L├Âsung zum freien Download zur Verf├╝gung. Ansprechpartner ist Herr Sascha Jablonski sascha.jablonski@dai.institute